Opel Rekord E1

Die Abbildung zeigt den Opel Rekord E der ersten Bauserie bis Modelljahr 1981. Basis des Rekord E war die sogenannte V-Plattform von GM.

Der Opel Rekord E1 wurde als Nachfolger des Opel Rekord D von August 1977 bis August 1982 gebaut. Insgesamt sollten es fast 993.000 Rekord E1 werden, die das Werk in Rüsselsheim verließen. Fast 40% der Produktion wanderte übrigens in den Export, denn auch im westeuropäischen Ausland war der Rekord recht beliebt. Gegenüber dem Vorgängermodell hatte der Rekord E1 etliche Neuerungen und vor allem ein wesentlich vergrößertes Platzangebot zu bieten.

Der Rekord E brachte mit seiner modernen Form einen für die damalige Zeit recht guten cw-Wert von 0,42 mit. Der Caravan war mit seinem Ladevolumen von 2.170 Litern der größte Kombi, der seinerzeit in Deutschland hergestellt wurde. Dessen Anteil an der Verkaufsstatistik betrug 1980 rund 20%.

Auch die Liste der lieferbaren Extras verlängerte sich beträchtlich. Im Grunde waren im Laufe der Zeit bis auf das 5-Gang-Getriebe alle Extras erhältlich, die auch im Senator/Monza angeboten wurden. Der Rekord E1 erhielt, wie auch seine größeren Brüder Commodore C und Senator/Monza A1, eine völlig neue Vorderachse mit McPherson-Federbeinen, die für eine erheblich bessere Straßenlage sorgte. Die starre Hinterachse hingegen wurde fast unverändert vom Vorgängermodell übernommen und nur in Details überarbeitet.

Auch in Sachen passiver Sicherheit wurde der Rekord optimiert: durch Einsatz hochfester Stähle, einer Teleskop-Sicherheitslenksäule und stoßabsorbierenden Armaturenbrettteilen. Kaum vorstellbar, daß für die Crash-Versuche im Vorserienstadium der Entwicklung eines Fahrzeugs in Handarbeit hergestellte Exemplare verwendet werden. Den heute üblichen Offset-Crashtest gegen ein Verformungselement gab es seinerzeit übrigens noch nicht. Damals wurde dieser Versuch mit 100% Überdeckung mit einer Geschwindigkeit von etwa 40 km/h gegen die starre Wand durchgeführt.

Lieferbar war der Opel Rekord E1 als 2- und 4-türige Limousine, sowie als 3-türiger Lieferwagen und als 3- oder 5-türiger Caravan. Die im Vorgänger noch angebotene Coupè-Variante fiel ersatzlos weg. Dem Manta B bzw. dem Monza A sollte wohl keine hausinterne Konkurrenz erwachsen, außerdem wurde der Rekord D im Laufe der Zeit kaum noch in der Coupé-Version nachgefragt.

   

Bis Modelljahr 1978 hatte der Rekord bei Ausrüstung mit einem elektrischen Stahlschiebe-/Hubdach zwei Schalter: einen für das Vor- und Zurückschieben des Daches, einen zweiten zum Heben und Senken des Daches. Später wurde die Schaltung dahingehend geändert, daß es nur noch einen Schalter für beide Funktionen gab.

Das Blaupunkt "Le Mans" stellte zum Preis von DM 260,-- seinerzeit den Einstieg in das werksmäßig lieferbare Radioprogramm dar. Damals war es durchaus nichts ungewöhnliches, daß nur ein Mono-Gerät ins Auto eingebaut wurde. Daher gab es zu diesem Gerät auch nur einen einzigen Lautsprecher, der im Armaturenbrett steckte. Zusätzliche Lautsprecher in der Hutablage konnten extra dazubestellt werden.

Bei dem nachfolgenden Radio, welches optional bestellt werden konnte, handelt es sich um das Modell "Sebring Stereo" von Blaupunkt. Der Rekord-Radioschacht ist übrigens kein DIN-Schacht, so daß man bei Montage eines DIN-Radios oft mit der Feile den Radioschacht vergrößern mußte. Im Zubehör gab es aber einen speziellen Einbaurahmen aus Metall, der die DIN-Radios aufnehmen konnte.

Bei dem nächsten abgebildeten Cassetten-Radio handelt es sich um das Blaupunkt "Indianapolis ETR", welches seit Modelljahr 1981 das Spitzenradio im Rekord darstellte. Der damalige Aufpreis betrug stolze DM 1.500,--, was ca. 8% des Fahrzeugwertes ausmachte.

 

Auch eine Klimaanlage konnte im Rekord geordert werden, gilt jedoch als extrem seltenes Ausstattungsdetail. Aufgrund des vergleichsweise hohen Preises wurden seinerzeit nur wenige Fahrzeuge damit ausgerüstet. Der Bedienungsschalter war rechts unter dem Armaturenbrett angebracht.

Bis Modelljahr 1980 hatten die Fensterheberschalter in der Mittelkonsole übrigens noch ein Schema-Bild zwischen den Schaltern. Später entfiel dieses Detail.

 

Die abgebildeten Alufelgen im Format 5 1/2J x 14 von ATS waren die einzigen, die werksmäßig für den Rekord E1 lieferbar waren. Bei den sportlichen SR/E-Modellen war die Alufelge, abhängig von der gewählten Außenfarbe, entweder in Anthrazit oder dunkelbraun abgesetzt.

Zu Beginn wurde der Rekord E1  mit den nahezu unverändert übernommenen Motoren des Rekord D angeboten: es gab als Basismotorisierung den 1.9N-CIH-Motor mit 75 PS, der auch im Ascona/Manta B angeboten wurde. Wahlweise konnte ohne Minderpreis der Motor 1.7N (CIH, 60 PS) geordert werden.

Neu hinzu kam der 2.0N-CIH-Motor mit 90 PS, der ebenfalls im Ascona/Manta B angeboten wurde. Auch der 2.0S-CIH-Motor mit 100 PS wurde vom Vorgängermodell übernommen und parallel im Ascona/Manta B angeboten. Ab Anfang 1978 wurde der seitherige Zenith 35/40 INAT-Vergaser aus Abgasgründen durch den moderneren GMF-Varajet-II-Stufenregistervergaser ersetzt. Der Motor 20N hatte diesen Vergaser bereits seit Produktionsbeginn.

Neu hinzu kam der 2.0 E-CIH-Motor, der mit einer L-Jetronic von Bosch ausgerüstet wurde und 110 PS leistete. Auch dieser Motor wurde ab 1980 im Ascona/Manta B angeboten. Ein alter Bekannter war hingegen der 2.1 D-OHC-Motor mit 60 PS, der mehr oder weniger unverändert vom Rekord D übernommen wurde. Bereits ab August 1978 wurde dieser Motor vom stärkeren 2.3 D mit 65 PS abgelöst. Aus steuerlichen Gründen war der Rekord E1 für Italien auch mit dem 2.0 D-OHC-Motor (58 PS) aus dem Ascona B lieferbar. Im August 1980 wurden alle Motoren mit einem Visco-Lüfter ausgerüstet, der zu einer Senkung des Kraftstoffverbrauchs beitrug. Zu diesem Termin wurden die Diesel-Motoren zusätzlich mit einem Ansaugschalldämpfer ausgerüstet.

  

Bild 1 zeigt den Motor 2.3 D, Bild 2 den Motor 2.0 E und Bild 3 den Motor 2.0 S, der optisch nicht vom Motor 2.0 N unterschieden werden kann. Innerlich unterschieden sich beide Motoren nur durch die beim 20N-Motor geringere Verdichtung, die durch Muldenkolben erreicht wurde. Der 20S-Motor hatte Taschenkolben.

Die Diesel-Modelle hatten übrigens einen charakteristischen "Diesel-Buckel" auf der Motorhaube, da der Diesel-OHC-Motor wesentlich höher baute als die CIH-Benzinmotoren.

Den Rekord gab es in drei Ausstattungsstufen: "Standard", "Luxus" und "Berlina". Diese Ausstattungen konnten bei den Motoren 1.9, 2.0, 2.0 S und 2.0 E noch mit einem "Sport"-Ausstattungspaket ergänzt werden (erkennbar am großen "S"-Symbol an beiden Vorderkotflügeln), welches u.a. ein Armaturenbrett mit Drehzahlmesser, Halogen-Hauptscheinwerfer, 4-Speichen-Sportlenkrad, schwarzen Kühlergrill, Alu-Felgen und hintere Gasdruck-Stoßdämpfer beinhaltete. Hinzu kamen im Laufe der Zeit diverse Sondermodelle (Regent, Royale, Classic, Pirsch, Touring, SR/E).

Bis April 1979 konnte gegen Mehrpreis eine bronce-farbige Wärmeschutzverglasung geordert werden, nach diesem Zeitpunkt wurde die Wärmeschutzverglasung nur noch in grün ausgeliefert. Zu diesem Zeitpunkt bekam das optionale Schiebedach einen Windabweiser. Ab Januar 1981 konnte für den Rekord mit Standardausstattung noch das bei den höherwertigen Ausstattungen serienmäßige Geräuschdämpfungs-Paket geordert werden.

Der Rekord "Standard" bis Modelljahr 1981:

Die folgenden Abbildungen zeigen den Innenraum des Rekord E "Basis". Die Polsterbezugsstoffe waren Cord-ähnlich, erkennbar ist auch die lange Stock-Schaltung, wodurch der Aschenbecher im Armaturenbrett sowie der Zigarettenanzünder wegfielen. Das Basis-Modell mit Stockschaltung hatte eine verkürzte Mittelkonsole auf dem Kardantunnel, dem das Ablagefach zwischen den Vordersitzen fehlte. Die untere Armaturenbrettverkleidung bestand immer aus schwarzem Kunststoff. Das 2-Speichen-Lenkrad war bei Rekord "Basis" und Rekord "Luxus" serienmäßig eingebaut. Die Türverkleidungen waren gegenüber den hochwertigeren Ausstattungsvarianten einfacher gehalten. Im April 1979 wurde der Rekord zum ersten Mal aufgewertet: fortan waren ein Make-up-Spiegel in der Beifahrersonnenblende, ein abblendbarer Innenspiegel, die Intervallschaltung für die Scheibenwischer und eine Beleuchtung für Handschuhfach und Motorraum serienmäßig vorhanden. Ab September 1979 war dann auch die bei den anderen Modellvarianten schon serienmäßige Verbundglas-Frontscheibe auch beim Rekord "Standard" im Ausstattungsumfang enthalten. Ebenso wurden zu diesem Termin bei allen Ausstattungsvarianten wegen der neuen gesetzlichen Vorschriften die hinteren Sicherheitsgurte serienmäßig eingebaut.

Die ursprüngliche Ausstattung war für heutige Verhältnisse sehr einfach gehalten: Es gab nur einen zweistufigen Scheibenwischer ohne Intervallschaltung, eine manuelle Betätigung der Scheibenreinigungsanlage durch Ballpumpe im Fahrerfußraum, der Rekord Lieferwagen hatte serienmäßig noch nicht einmal eine Uhr im Cockpit.

 

Ebenso fehlten beidseits die Türablagen. Auch die schalldämpfende Verkleidung der vorderen Spritzwand zum Motor hin war erst bei der "Luxus"-Ausstattung im Lieferumfang enthalten.

Ab April 1980 konnten bei einer Ausrüstung mit elektrischen Fensterhebern gegen einen geringen Mehrpreis die "Luxus"-Türtafeln mitbestellt werden. Ab August 1980 konnte auch das Basismodell mit einer Zentralverriegelung bestellt werden. Ab Januar 1981 brachte der Basis-Rekord darüber hinaus H4-Scheinwerfer, seitliche Stoßleisten, einen Tages-Kilometerzähler und einen abschließbaren Tankdeckel serienmäßig mit.

 

Der Rekord Caravan wie auch der Rekord Lieferwagen konnten ohne Mehrpreis mit Kunstledersitzbezügen bestellt werden. Bei allen anderen Modellen war das Kunstleder nur gegen Mehrpreis zu haben.

 

Rekord E "Luxus" bis Modelljahr 1981:

Der Rekord E in Luxus-Ausführung war an Chrom-Radnabenabdeckungen sowie verchromte Zierleisten um die Türrahmen und Schutzleisten an den Wagenseiten gekennzeichnet. Statt der Standard-Felgen des Basis-Modells hatte der Luxus-Rekord sogenannte Sportfelgen aus Stahl mit einem etwas geänderten Design erhalten.

Die Polsterbezugsstoffe waren von besserer Qualität als im "Basis", außerdem gehörte die sogenannte "Sport"-Schaltung" zum serienmäßigen Lieferumfang. Das Armaturenbrettunterteil bestand aus Plastik in der Farbe der Innenausstattung. Eine Scheibenwischer-Intervallschaltung gab es ebenso serienmäßig wie auch das Ablagefach in der Fahrertür und eine wesentlich verbesserte Geräuschdämmung.

Ab April 1979 hatte der Rekord "Luxus" serienmäßig H4-Scheinwerfer. Im Januar 1981 kamen zur Serienausstattung das bisher nur bei der Berlina-Ausstattung vorgesehene Vierspeichen-Lenkrad sowie der innenverstellbare Außenspiegel hinzu.

Der Rekord E "Berlina" bis Modelljahr 1981:

Die "Berlina"-Ausstattung war durch einen entsprechenden Aufdruck auf der schwarzen seitlichen Rammschutzleiste am Kotflügel gekennzeichnet. Die Fahrzeugpolsterung bestand aus Velours, ein Komfort-Vierspeichenlenkrad, ein innenverstellbarer Außenspiegel, ein Ablagefach in der Beifahrertür  sowie eine nochmals verbesserte Fahrzeug-Geräuschdämmung waren Serie. Für die Stahlfelgen gab es obendrein verchromte Radzierringe. Für den Caravan gab es die Berlina-Ausstattung übrigens erst ab Modelljahr 1981.

 

Abbildung 1 zeigt das 4-Speichen-Komfort-Lenkrad aus dem Rekord E "Berlina", Abbildung 2 das 4-Speichen-Sport-Lenkrad der "Sport"-Ausstattung. Sofern ein Drehzahlmesser vorhanden war, wanderte die Uhr in die rechteckige Aussparung der Schalterleiste. Diese Schalterleiste mit fünf Schalterplätzen war wie folgt von links nach rechts belegt: 1) Heckscheibenheizung, 2) Nebelscheinwerfer, 3) Nebelrückleuchte; 4) bei Caravan: Heckscheibenwischer, bei Limousine: Fahrersitzheizung; 5) bei Caravan zweistufiger Schalter Fahrersitzheizung/Beifahrersitzheizung, bei Limousine: Beifahrersitzheizung;

Als besonderes Schmankerl brachte der Opel Rekord auf dem Schweizer Markt in Verbindung mit Berlina-Ausstattung und Motor 20E ein serienmäßiges Vinyldach mit.

Zum Modelljahr 1981 erhielt der Rekord E ein Facelift, welches viele Merkmale der späteren Rekord E2-Reihe vorwegnahm. So erhielt der Innenraum neue Bezugsstoffe, die Außenfarben entsprachen bereits dem Rekord E2 und die Felgen und Nabenabdeckung der Luxus-Ausstattung entsprachen ebenfalls dem späteren Rekord E2. Ab sofort gab es die Integrierten Außenspiegel ab der Luxus-Ausstattung innenverstellbar, beim "Berlina" waren sie elektrisch verstellbar und beheizbar. Die seitherigen Chromumrahmungen der Instrumente und der Schalter am Armaturenbrett fielen weg, nachdem diese bei der Motorpresse nicht gut angekommen waren.

Rekord E "Standard" ab Modelljahr 1981:

 

Die Cord-Bezugsstoffe wurden gegen Stoffmaterial im Fischgrät-Design ausgetauscht, seitliche Rammschutzleisten gehörten nun zum serienmäßigen Lieferumfang. Nicht mehr im Angebot war der 1.7 N-Motor. Das Armaturenbrett war bei allen Polsterfarben stets schwarz, es gab nun die Intervallschaltung der Scheibenwischer und die elektrische Scheibenwaschbetätigung serienmäßig. Abgesehen von den Chromrahmen um die Seitenscheiben, der Sportschaltung und weiteren kleinen Details entsprach der "Standard" nun im großen und ganzen der seitherigen Luxus-Ausstattung.

Der Rekord in "Luxus"-Ausführung hatte nun die Ausstattungskennzeichnung auf beiden vorderen Kotflügeln, die Heckstoßstange war bis zum Radkasten um das Fahrzeug herumgezogen. Radabdeckungen und Stahlfelgen in neuem Design sowie mattschwarze Fensterumrandungen statt der bisherigen Chromrahmen rundeten die äußerliche "Renovierung ab. Das vordere untere Luftleitblech erhielt außerdem eine Schutzlippe aus Kunststoff. Das Vierspeichen-Komfortlenkrad war Serie, ebenso wie integrierte, von innen verstellbare Außenspiegel. Die Polsterung entsprach mit ihrem Fischgrät-Design dem Rekord "Basis".

Das Top-Modell stellte weiterhin die "Berlina"-Ausstattung dar, die optisch stark aufgewertet wurde. Auch der Rekord Caravan wurde nun in "Berlina"-Ausstattung angeboten.

Ein neues Design der Veloursstoffe wurde ebenso eingeführt, wie auch die velours-bezogenen Türverkleidungen, die es in ähnlicher Form seither nur beim Senator A1 in CD-Ausführung gab. Die Ausstattungsbezeichnung befand sich nicht mehr auf der seitlichen Rammschutzleiste, sondern, wie beim Luxus-Modell, als Plastik-Schriftzug über der Rammschutzleiste am vorderen Kotflügel. Auch die mattschwarzen Türumrandungen mit verchromten Fenstereinfassungen war bislang nur im Senator A1 in CD-Ausführung vorgesehen. Um die Heckleuchten befand sich eine verchromte Zierleiste, die aus dem Commodore C bekannt war. Das Armaturenbrett wurde mit Drehzahlmesser, Voltmeter und Econometer geliefert. Die seither erhältliche Öldruckanzeige fiel zugunsten dieses Econometers ersatzlos weg.

 

Da ein Fünfgang-Getriebe wie für den Senator/Monza A noch nicht fertig entwickelt war, wurde ab Modelljahr 1980 ein neues Viergang-Getriebe mit elektrisch zuschaltbarem Overdrive gegen einen Aufpreis von DM 520,-- im Rekord E angeboten, allerdings nur in Verbindung mit den Motoren 2.0 N, 2.0 S und 2.0 E. Zugeschaltet wurde dieser Overdrive mit einem rechts von der Lenksäule angebrachten Hebel. Die lange Übersetzung des Overdrive sollte Kraftstoff einsparen helfen. Da Anfang der 80er die Spritpreise spürbar anstiegen, wurde der Benzinverbrauch eines Fahrzeugs für viele Interessenten zu einem gewichtigen Kaufentscheidungskriterium. Allerdings konnte bei Bestellung des Overdrive-Getriebes kein Tempomat mitbestellt werden, da nur einer der beiden Betätigungshebel rechts der Lenksäule angebracht werden konnte.

Sondermodelle

Opel Rekord "Spar-Parade"

Dieses Sondermodell zeichnete sich nicht durch eine auffällig modifizierte Optik, sondern durch zusätzliche Ausstattungsmerkmale aus, die einen deutlichen Preisvorteil gegenüber den Serienmodellen darstellten.

Es standen die Motoren 20S, 20E und 23D zur Wahl.

So waren H4-Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer und Nebelrückleuchte, ein von innen einstellbarer Außenspiegel und das Vierspeichen-Komfortlenkrad, ein schwarzer Kühlergrill und seitliche Zierstreifen serienmäßig vorhanden.

   

Das Sondermodell war in folgenden Farben lieferbar: Polarweiß, Pistaziengrün, Flamencorot und Mandarinrot. Saphirblau, Türkis und Englischrot waren gegen Mehrpreis lieferbar.

Opel Rekord E "Touring"

Ein halbes Jahr vor Produktionsende des Rekord E1 wurde ein weiteres Sondermodell aufgelegt: der Rekord "Touring", der auf dem Rekord "Standard" basierte, aber etliche ansonsten gesondert zu bezahlende Extras mitbekam: er war nur mit dem Motor 2.0S oder dem 2.3 D zu haben, hatte die Sportschaltung, einen schwarzen Kühlergrill, Sport-Stahlfelgen und seitliche Zierstreifen an der Gürtellinie. Dazu kamen eine Fahrersitz-Höhenverstellung, ein von innen einstellbarer Außenspiegel, das 4-Speichen-Komfortlenkrad, Zigarettenanzünder, ein abschließbares Handschuhfach und Ablagefächer in beiden Vordertüren. Weiterhin waren ein Armaturenbrett mit Drehzahlmesser, Volt- und Econometer sowie die Nebelschlußleuchte serienmäßig. Der Rekord Caravan "Touring" hat zusätzlich noch die Wisch-Waschanlage für die Heckscheibe.

Opel Rekord E "Royale"

Opel Rekord E Caravan "Pirsch"

Das Angebot des Rekord Caravan "Pirsch" richtete sich vor allem an Land- und Forstwirte sowie Jäger, die ein alltagstaugliches Fahrzeug mit großem Raumangebot, aber dennoch eine gewisse Geländetauglichkeit benötigten. Der Rekord "Pirsch" basierte ebenfalls auf der Standard-Ausführung. Serienmäßig war er mit dem Motor 2.0S oder gegen Mehrpreis mit dem 2.0E lieferbar. Er war entweder in der speziellen "Pirsch"-Lackierung Schilfgrün oder aber wahlweise auch in jeder anderen Außenfarbe erhältlich. Serienmäßig waren beige oder graue Kunstledersitze vorgesehen, ohne Mehrpreis konnten aber die Stoffsitze geordert werden. Ausgerüstet war der Pirsch mit einem speziellen Fahrwerk, das eine gewisse Höherlegung des Fahrzeugs erreichte, hatte eine manuelle Niveauregulierung, einen Steinschlagschutz für die Ölwanne, Allwetterreifen, ein Sicherheitsnetz sowie eine Gummimatte für den Laderaum, ein Sperrdifferential, eine Wisch-Waschanlage für die Heckscheibe sowie einen gekürzten Frontspoiler.

 

Rekord E "SR/E"

Der Rekord SR/E basierte auf dem Rekord "Luxus" und richtete sich mit seinem Angebot vor allem an eine sportiv ausgerichtete Kundschaft. Er brachte eine spezielle Zweifarbenlackierung, d.h. anthrazitfarben lackierte Fensterrahmen, eine ebensolche Lackierung der Karosserie unterhalb der seitlichen Schutzleisten und Alufelgen im speziellen SR/E-Design. Ein schwarzer Kühlergrill, ein Außenspiegel auf der Beifahrerseite, charakteristische Front- und Heckspoiler, ein sportlich abgestimmtes Fahrwerk rundeten das Angebot ab. Das Farbangebot umfaßte: Polarweiß, Karminrot, Aquamarinblau, Opalgrün und Astrosilber. Erhältlich war der Rekord SR/E als zwei- und viertürige Limousine sowie als Caravan.

Der Rekord SR/E war ausschließlich mit dem Motor 2.0E lieferbar. Innen wurden serienmäßig das Sportlenkrad, ein Armaturenbrett mit Drehzahlmesser, Voltmeter und Econometer und Recaro-Sportsitze geliefert.

 

Einsatzfahrzeuge

Dieser Opel Rekord Caravan 2.0 E diente dem Bundesgrenzschutz als Notarzteinsatzfahrzeug. Die Rotkreuz-Embleme sind in diesem Fall keine Abzeichen des Deutschen Roten Kreuzes, sondern Schutzzeichen nach der Genfer Konvention.

Opel bot den Rekord Caravan schon werksmäßig als Notarztwagen oder Einsatzleitwagen für Feuerwehren und Rettungsdienste an. Der Kunde konnte die im Fahrzeug einzubauenden Komponenten auswählen, die dann vom Werk eingebaut wurden.

Die Abbildungen zeigen ein frühes E1-Modell, das als Einsatzleitfahrzeug ausgerüstet wurde.

Der Rekord als Taxi

Der Rekord wurde auch in Verbindung mit einem Taxi-Paket werksmäßig angeboten.

 

Motoren

  1.7 N 1.9 N 2.0 N 2.0 S 2.0 E 2.3 D
Anzahl der Zylinder 4 4 4 4 4 4
Bohrung (mm) 88,0 93,0 95,0 95,0 95,0 92,0
Hub (mm) 69,8 69,8 69,8 69,8 69,8 85,0
Hubraum (Steuerformel) ccm 1679 1875 1956 1956 1956 2244
Leistung in PS 60 75 90 100 110 65
bei U/min 4800 4800 5200 5200 5400 4200
max. Drehmoment in Nm 114 135 145 156 162 127
bei U/min 2200 - 3000 2200 - 3400 3000 - 3800 3800 3000 2500
Achsübersetzungen (CarAVan in Klammer) 3,89 (4,22) 3,89 (3,89) 3,89 (3,89) 3,67 (3,67) 3,67 (3,67) 3,89 (3,89)
Ölverbrauch auf 1000 km 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,15
zulässige Anhängelast ungebremst in kg 585 585 585 585 585 655
zulässige Anhängelast gebremst in kg 1000 1.250 1.500 1.500 1.500 1.250

Fahrwerte

  1.7 N 1.9 N 2.0 N 2.0 S 2.0 E 2.3 D
Höchstgeschwindigkeit Limousine 4-MT 146 155 165 173 181 140
Höchstgeschwindigkeit Limousine 3-AT - 150 160 168 174 135
Höchstgeschwindigkeit CarAVan 4-MT 143 152 162 170 176 137
Höchstgeschwindigkeit CarAVan 3-AT - 147 157 165 171 132
Beschleunigung 0-100 km/h Limousine 4-MT 20,5 16,0 14,0 12,5 12,0 22,0
Beschleunigung 0-100 km/h Limousine 3-AT - 17,5 15,5 14,0 13,5 22,5
Beschleunigung 0-100 km/h CarAVan 4-MT 21,5 17,5 15,0 13,5 13,0 25,0
Beschleunigung 0-100 km/h CarAVan 3-AT - 19,0 16,5 15,0 14,5 29,0

Kaufpreise im DM September 1977:

Modell Türen 1.7 N / 1.9 N 2.0 N 2.0 S 2.0 E 2.1 D
Rekord Limousine 2 13.640,-- 14.112,-- 14.248,-- 15.708,-- 16.575,--
Rekord "Luxus" Limousine 2 14.450,-- 14.922,-- 15.058,-- 16.518,-- 17.385,--
Rekord "Berlina" Limousine 2 15.175,-- 15.647,-- 15.783,-- 17.243,-- 17.980,--
             
Rekord Limousine 4 14.205,-- 14.677,-- 14.813,-- 16.273,-- 17.140,--
Rekord "Luxus" Limousine 4 14.865,-- 15.337,-- 15.473,-- 16.933,-- 17.800,--
Rekord "Berlina" Limousine 4 15.590,-- 16.062,-- 16.198,-- 17.658,-- 18.395,--
             
Rekord Lieferwagen 3 13.455,-- 13.927,-- 14.063,-- 15.523,-- 16.390,--
             
Rekord CarAVan 3 14.195,-- 14.677,-- 14.803,-- 16.263,-- 17.130,--
Rekord CarAVan 5 14.760,-- 15.232,-- 15.368,-- 16.828,-- 17.695,--
             
Rekord CarAVan "Luxus" 5 15.565,-- 16.037,-- 16.173,-- 17.633,-- 18.500,--

Kaufpreise in DM September 1978

Modell Türen 1.7 N / 1.9 N 2.0 N 2.0 S 2.0 E 2.3 D
Rekord Limousine 2 14.275,-- 14.770,-- 14.910,-- 16.368,-- 17.543,--
Rekord "Luxus" Limousine 2 15.090,-- 15.585,-- 15.725,-- 17.183,-- 18.358,--
Rekord "Berlina" Limousine 2 15.849,-- 16.344,-- 16.484,-- 17.807,-- 18.982,--
             
Rekord Limousine 4 14.865,-- 15.360,-- 15.500,-- 16.958,-- 18.133,--
Rekord "Luxus" Limousine 4 15.585,-- 15.020,-- 16.160,-- 17.618,-- 18.793,--
Rekord "Berlina" Limousine 4 16.284,-- 16.779,-- 16.919,-- 18.242,-- 19.417,--
             
Rekord Lieferwagen 3 14.080,-- 14.575,-- 14.715,-- 16.173,-- 17.348,--
             
Rekord CarAVan 3 14.855,-- 15.350,-- 15.490,-- 16.948,-- 18.123,--
Rekord CarAVan 5 15.445,-- 15.940,-- 16.080,-- 17.538,-- 18.713,--
             
Rekord CarAVan "Luxus" 5 16.260,-- 16.755,-- 16.895,-- 18.353,-- 19.528,--

Kaufpreise in DM Januar 1981

Modell Türen 1.9 N 2.0 N / 2.0 S 2.0 E 2.3 D
Rekord Limousine 2 15.670,-- 16.061,-- 17.164,-- 17.470,--
Rekord "Luxus" Limousine 2 16.565,-- 16.956,-- 17.997,-- 18.365,--
Rekord "Berlina" Limousine 2 17.303,-- 17.694,-- 18.735,-- 18.813,--
           
Rekord Limousine 4 16.315,-- 16.706,-- 17.809,-- 18.155,--
Rekord "Luxus" Limousine 4 17.035,-- 17.426,-- 18.467,-- 18.835,--
Rekord "Berlina" Limousine 4 17.863,-- 18.254,-- 19.295,-- 19.373,--
           
Rekord Lieferwagen 3 15.340,-- 15.731,-- 16.834,-- 17.140,--
           
Rekord CarAVan 3 16.305,-- 16.696,-- 17.799,-- 18.105,--
Rekord CarAVan 5 16.950,-- 17.341,-- 18.444,-- 18.750,--
           
Rekord CarAVan "Luxus" 5 16.260,-- 16.895,-- 18.353,-- 19.528,--
Rekord CarAVan "Berlina" 5 19.042,-- 19.433,-- 20.474,-- 20.552,--

Der Rekord wurde serienmäßig mit dem Motor 1.9 N ausgeliefert. Ohne Mehr- bzw. Minderpreis konnte aber auch der Motor 1.7 N bestellt werden. Der 1.7 N wurde allerdings höchst selten geordert, allenfalls Behörden kamen als Zielgruppe für diese Motorisierung in Frage. Ab Modelljahr 1981 fiel auch der Preisunterschied zwischen den Motoren 2.0 N und 2.0 S weg.

Ausstattung Rekord / Rekord Diesel

  Limousine
2-/4-türig
Limousine
2-/4-türig "L"
Limousine
2-/4-türig Berlina
CarAVan
3-/5-türig
CarAVan
5-türig "L"
Lieferwagen
3-türig
Getriebe 4-Gang Mittelschaltung S - - S - S
4-Gang Sportschaltung - S S - S -
Bremsen Scheibenbremsen vorn, Zweikreis-Bremssystem mit Bremskraftverstärker, Trommelbremsen hinten (ab 2.0-Liter-Motor mit Bremskraftregler) S S S S S S
elektrische Ausrüstung / Instrumente Batterie 12V/44 Ah (Diesel 2x 12V/44 Ah), Drehstromlichtmaschine 45 A (Diesel 55 Ah) S S S S S S
Heizbare Heckscheibe S S S S S S
Warnblinkanlage, 2 Rückfahrscheinwerfer, Instrumentenbeleuchtung, Innenraumbeleuchtung mit Türkontakten, Handbremskontrolleuchte S S S S S S
Zusatzbeleuchtung für Kofferraum S S S - - -
Zusatzbeleuchtung für Laderaum - - - - S -
Zusatzbeleuchtung für Motorraum / Handschuhfach - S S - S -
Scheibenwascher mit Fußpumpe und elektr. Wischerkontakt S - - S - S
Elektr. Scheibenwaschanlage mit Intervallschaltung - S S - S -
Quarzuhr, beleuchtet S S S - S -
Tageskilometerzähler - S S - S -
Halogen-Hauptscheinwerfer - - S - - -
Außenausstattung Zierleisten an Regenrinne S S S - S -
Zierleisten an Seitenfenstern und Türfensterrahmen - S S - S -
Breite Zierleisten an Seitenfenstern (nur Limousine 2-türig) - S - - - -
Mylar-Zierstreifen, Front- und Heckscheibe S S S - S -
Seitliche Schutzleisten mit PVC-Einlage - S S - S -
Verchromte Auspuffblende - S S - S -
PVC-Schutzleisten auf Stoßfänger vo/hi S S S S S S
Außenspiegel Fahrerseite S S S S S S
Außenspiegel Beifahrerseite - - - S S S
Von innen verstellbarer Außenspiegel - - S - - -
Radzierringe (nicht bei Alu-Felgen) - - S - - -
Tankdeckel abschließbar - S S - S -
Innenausstattung Liegesitze, stufenlos verstellbare Sitzlehne vorn, einstellbare Kopfstützen vorn S S S S S S
Teppichboden schwarz (CarAVan nicht im Laderaum) S - - S - S
Luxus-Polsterstoffe, Schlingenteppich in Polsterfarbe (bei CarAVan Teppichbelag im Laderaum) - S - - S -
Mittelarmlehnen hinten, ausklappbar - S S - - -
Velours-Polsterstoffe, Veloursteppich in Polsterfarbe Teppich auf Hutablage - - S - - -
Gepolsterte Instrumententafel, gepolsterte Sonnenblenden S S S S S S
Handschuhfach mit Deckel S S S S S S
Handschuhfach, abschließbar - - S - - -
Automatikgurte vorn, Gurtvorbereitung hinten S S S S S S
Kindersicherung an Hintertüren (nur 4-/5-türig) S S S S S -
Innenspiegel kippbar, Make-up-Spiegel in Beifahrer-Sonnenblende - S S - S -
Ablagefach an Fahrertür - S S - S -
Ablagefach an Beifahrertür - - S - - -
Seitenwand-Schwenkfenster (2-türig) - S S - - -
Haltegriff am Dachrahmen, Beifahrerseite S S S S S S
2 Haltegriffe hinten (4-/5-türig) S S S S S -
2 Halteschlaufen (nur 2-/3-türig) S S - S - -
Zusätzliches Geräuschdämpfungspaket (bei Diesel immer serienmäßig) - - S - - -
2-Speichen-Lenkrad S S - S S S
4-Speichen-Komfortlenkrad - - S - - -
Verbundglas-Frontscheibe S S S S S S

Sonderausstattung, Preise in DM:

  Limousine
2-/4-türig
Limousine
2-/4-türig "L"
Limousine
2-/4-türig Berlina
CarAVan
3-/5-türig
CarAVan
5-türig "L"
Lieferwagen
3-türig
Getriebe 3-Gang-Automatikgetriebe 1.175,--
4-Gang-Sportschaltung 55,-- S 55,-- S 55,--
elektrische Ausrüstung / Instrumente Drehstromlichtmaschine 75 Ah (nicht Diesel) 135,--
Drehstromlichtmaschine 55 Ah 45,--
Batterie 55 Ah (nicht für 2.1 D) 36,--
Klimaanlage Preis auf Anfrage
elektrische Wisch-/Waschanlage für Heckscheibe - 215,--
Elektr. Scheibenwaschanlage mit Intervallschaltung 66,-- S 66,-- S 66,--
Elektr. Scheibenwaschanlage mit Intervallschaltung mit Scheinwerfer Wisch-Waschanlage 262,-- - 262,-- S 262,--
Scheinwerfer Wisch-Waschanlage - 196,-- - 196,-- -
Opel-Radio "Le Mans" (UKW, MW, Verkehrsfunk) 255,--
Opel-Radio "Sebring Super" (UKW, MW, 5 Stationstasten, Verkehrsfunk) 360,--
Opel-Radio "Le Mans Super" (UKW, MW, KW, LW, 6 Stationstasten, Verkehrsfunk, Lautstärke-Automatik) 460,--
Opel-Radio "Le Mans Automatik" (UKW Stereo, MW, KW, LW, 8 fest einzustellende Sender, elektr. Sendersuchlauf, Verkehrsfunk, Lautstärke-Automatik, zwei zusätzliche Lautsprecher) 860,--
Opel-Radio "Sebring Cassette" (UKW, MW, Verkehrsfunk, Lautstärke-Automatik) 615,--
Opel-Radio "Le Mans Cassette" (UKW, MW, LW, Stereo-Cassetten-Wiedergabe, Verkehrsfunk, Lautstärke-Automatik, zwei zusätzliche Lautsprecher) 800,--
Zwei Zusatzlautsprecher 89,--
Stabantenne (nur mit Radio-Bestellung) 30,--
Frontscheibenantenne (nur mit Radio-Bestellung) 85,--
Warnlampe für Choke (nur bei 1.7 N) 15,--
Elektrische Fensterheber (bei CarAVan nur 5-türig) 430,-- / 795,-- 795,-- -
Zentralverriegelung - 280,-- / 360,-- - 360,-- -
Nebelschlußleuchte 50,--
2 Halogen-Nebelscheinwerfer und Nebelschlußleuchte 250,--
Elektrisch beheizter Fahrersitz 133,--
Elektromagnetisches Kofferraumschloß 89,-- -
Sport-Ausstattung (nicht 1.7 N): Instrumentenbeleuchtung stufenlos regelbar, Tageskilometerzähler, Drehzahlmesser, Öldruckmesser, Voltmeter, schwarze Zierblende Rückwand unten (nicht CarAVan) schwarze, seitliche Zierstreifen, Halogen-Hauptscheinwerfer, 4-Speichen-Sportlenkrad, schwarzer Kühlergrill, Gasdruckstoßdämpfer hinten (nicht CarAVan) 655,-- 640,-- 495,-- 510,-- 430,-- -
Drehzahlmesser (nicht für 2.1 D) 157,-- 220,-- 157,-- 220,--
Tageskilometerzähler (bei Sport-Ausstattung Serie) 17,-- - 17,-- S 17,--
Zigarettenanzünder 26,-- S 26,-- S 26,--
Quarzuhr beleuchtet S 63,-- S 63,--
Außenausstattung Außenspiegel von innen einstellbar, Beifahrerseite 122,-- 99,--
Außenspiegel Beifahrerseite (bei CarAVan serienmäßig) 21,-- S
Außenspiegel von innen einstellbar, Fahrerseite 99,-- S 99,--
Radzierringe (nur bei Stahlfelgen) 89,-- S 89,--
Halogen-Hauptscheinwerfer 115,-- S 115,--
Halogen-Fernscheinwerfer 194,--
Servolenkung 960,--
Stahlkurbeldach mit Windabweiser, manuell 734,--
Stahlkurbeldach mit Windabweiser, elektrisch 1.075,--
Stahlgürtelreifen 175 R 14 H (nur 2.0 E) 94,--
Stahlgürtelreifen 185/70 R 14 S (nicht 2.0 E) 84,-- -
Stahlgürtelreifen 185/70 R 14 H (nur 2.0 E) 178,-- -
ATS-Leichtmetallfelgen 5 1/2J x 14 500,-- -
Wärmedämmende, getönte Frontscheibe mit Antenne und Blaukeil 220,--
Wärmedämmende, getönte Rundumverglasung, Frontscheibe mit Antenne und Blaukeil 357,-- -
Vinyl-Dachüberzug (ohne Stahlkurbeldach) 336,-- -
Vinyl-Dachüberzug (mit Stahlkurbeldach) 420,-- -
Metallic-Lackierung 225,--
Brillant-Lackierung 100,--
Aufsatzstücke (4 Stück) für Stoßfänger vo/hi 82,--
Anhängezugvorrichtung 50 kg Stützlast 278,--
Anhängezugvorrichtung 75 kg Stützlast 288,--
Wagenstands-Höhenregulierung, manuell 113,--
Sperrdifferential (nur 2.0 S und 2.0 E) 399,-- -
Dachgepäckträger - 262,--
Hinterfedern für Anhängerbetrieb (nicht mit Sport-Ausstattung) 40,-- -
Seitliche Schutzleisten mit PVC-Einlage 160,-- S 160,-- S -
Tankdeckel abschließbar 16,-- S 16,-- S 16,--
Innenausstattung Kunstlederpolster 79,-- 79,-- 79,-- S 79,-- S
Kofferraumschloß mit Drehgriff, ohne Schlüssel entriegelbar 22,-- -
Sitzhöhenverstellung, manuell, Fahrersitz 95,-- S 95,--
Sitzhöhenverstellung, manuell, Fahrer- und Beifahrersitz 190,-- 95,-- 190,--
4-Speichen-Komfortlenkrad 55,-- S 55,--
Zusatzausstattung innen: Rückspiegel kippbar, Zusatzbeleuchtung für: Handschuhfach, Motorraum, bei CarAVan/Lieferwagen Laderaum, Sonnenblende mit Make-up-Spiegel auf Beifahrerseite 50,-- S 68,-- S 68,--
Fangschutz für Ladung - 100,-- -
Erhöhte Hinterachslast (max. 1.100 kg) - 30,-- -
Sicherheitsnetz für Laderaum - 184,--,--
Automatikgurte hinten, Mitte Statikgurt 195,-- -
Seitenwandschwenkfenster (nur 2-/3-türig) 142,-- S S 142,-- -
Tür- und Seitenwandverkleidung des Luxus-Modells (nur mit elektrischen Fensterhebern) 35,-- S S 35,-- S -
Ablagefach an Fahrer- und Beifahrertür 22,-- - S 22,-- - 22,--
Ablagefach an Beifahrertür - 11,-- S - 11,-- -
Kopfstützen hinten 170,-- 150,-- -

Der Rekord E1 in Südafrika

Der Rekord E1 wurde von GM South Africa für den afrikanischen Markt zunächst unter dem Label Chevrolet verkauft. Da es sich angesichts der zu erwartenden Nachfrage nicht gerechnet hätte, dieses Modell komplett in Südafrika zu fertigen, andererseits aber die Zölle für importierte Fahrzeuge sehr hoch waren, lieferte Opel den Rekord als komplett zerlegten Bausatz, der dann in Port Elizabeth montiert wurde.

Ab 1981 wurden die E1-Modelle unter dem Namen Opel verkauft. Der Grund lag darin, daß "Made in Germany" auf dem afrikanischen Markt einen hervorragenden Ruf hatte, den man zu nutzen gedachte.

Der Chevrolet Rekord wurde zunächst mit einem von Buick stammenden 2,3-Liter-Vierzylinder-OHV-Motor ausgerüstet, der ca. 97 PS leistete. Ab 1981 war der Rekord dann nur noch mit dem Opel-20S-Motor lieferbar. Die nachfolgende Abbildung zeigt einen solchen 2,3-Liter Motor, der in diesem Fall in einem Chevrolet Chevair (dem Pendant zum deutschen Opel Ascona B) eingebaut ist.

Der Vauxhall Carlton

Mit Einführung des Rekord E1 stellte Vauxhall die Entwicklung eigener Modellreihen ein und übernahm weitgehend die Opel-Modellpalette. Das Design wurde  etwas modifiziert, die Technik stimmte aber mit den entsprechenden Opel-Modellen überein. Der Carlton machte hierbei keine Ausnahme. Trotzdem wurde in England parallel zum Carlton auch der Rekord E1 mit Rechtslenkung angeboten.

Der Vauxhall Carlton 2000 war als Limousine und Caravan nur in einer Motorisierung, dem Motor 20S lieferbar, der 100 PS bei 5.200 U/min leistete.

Die Innenausstattung wies gegenüber dem Rekord eine etwas geänderte Ausführung bei der Absteppung der Türtafeln und der Sitze auf. Das Material entsprach der Berlina-Ausführung.

Der Saehan Royale

1978 brachte GMK (General Motors Korea) - bis 1983 unter der Bezeichnung Saehan Rekord - einen Ableger des deutschen Opel Rekord E1 auf den südostasiatischen Markt. Produziert wurde der Saehan Rekord im südkoreanischen Bupyong.

Saehan Motors entstand 1973 durch ein 50:50 Joint-Venture zwischen Shinjin Industrial Company (Korea) und General Motors. Nach dem Zusammenbruch der Shinjin Industrial Company 1978 erwarb die Daewoo Group (Süd-Korea) deren Anteile an diesem Joint-Venture.

 

Alle Motoren im Saehan Rekord waren CIH-Motoren und wurden von Opel zugeliefert.

Der Rekord wurde zunächst als "Premier" mit dem 15N (60 PS), der in Deutschland letztmals im Rekord C verbaut wurde, und dem 19N (85 PS) unter dem Namen "Royale" angeboten.

Die Spitzenmotorisierung stellte ab September 1980 der Saehan Rekord Royale Salon mit dem Motor 20S (102 PS) dar.

Im Unterschied zu den deutschen Motoren regelte die Gemischaufbereitung jedoch ein Nikki-Stromberg-Vergaser.

Ab Mai 1980 kam außerdem noch der OHC-Dieselmotor 20D (58 PS) zur Motorenpalette hinzu, der im Rekord E1 nur für den Export erhältlich war.

Die Abbildung zeigt den Motor 19N.

Alle Motorisierungen mit Ausnahme des 20S waren ausschließlich mit dem 4-Gang-Schaltgetriebe lieferbar. Der Motor 20S wurde dagegen nur in Verbindung mit dem 3-Gang-Automatikgetriebe THM 180 angeboten.

Die Karosserie entsprach bis auf geringfügige Retuschen der des Opel Rekord E1. Im Unterschied zum Opel Rekord gab es den Saehan Rekord übrigens ausschließlich als Limousine.

Das Interieur unterschied sich in Details vom Opel Rekord. Abgesehen von der Sitzpolsterung entsprach sie weitgehend der Basis-Ausstattung des Opel Rekord.

  1.5 N 1.9 N 2.0 S 2.0 D
Anzahl der Zylinder 4 4 4 4
Bohrung (mm) 82,5 93,0 95,0 86,5
Hub (mm) 69,8 69,8 69,8 85,0
Hubraum (Steuerformel) ccm 1.492 1.875 1.956 1.998
Leistung in PS 60 85 102 58
bei U/min 5.200 5.000 5200 4.200
max. Drehmoment in Nm 105 142 156 115
bei U/min 2.500 3.100 3800 2.400
Verdichtung 8,2 8,6 : 1 9,0 : 1 22,0 : 1
Höchstgeschwindigkeit in km/h 135 163 170 130
Gemischaufbereitung Nikki-Stromberg-Vergaser Nikki-Stromberg-Vergaser Nikki-Stromberg-Vergaser Bosch VE L-28

Kaufberatung:

Der Opel Rekord E1 ist mittlerweile sehr selten geworden. Insbesondere 2-türige Limousinen und Caravans sind fast ausgestorben. Die relativ durstigen Vergaser-Motoren, die magere Serienausstattung und das Fehlen einer effektiven Abgasreinigung sorgten zusammen mit mehr oder weniger umfangreichen Rostschäden dafür, daß diese Fahrzeuge ab Anfang bis Mitte der 1990er-Jahre entweder massenhaft ins osteuropäische Ausland verkauft oder verschrottet wurden.

Technisch sind alle Rekord E1 sehr robust. Einzig die Umlenkhebel der Lenkung sind nicht sonderlich standfest und sind im Schnitt nach 70.000 bis 80.000 km ausgeschlagen, was sich in erhöhtem Spiel der Lenkung bemerkbar macht. Dies trifft besonders auf Fahrzeuge mit Servolenkung zu, da hier die Belastung der Gelenke durch das Drehen im Stand sehr viel höher ist. Die Unterteile der Varajet-II-Vergaser schlagen bei höherer Laufleistung gerne aus, was einen sehr unruhigen Motorlauf und Übergangsschwierigkeiten beim Gasgeben hervorruft. Ansonsten ist, bedingt durch das Alter (die jüngsten Exemplare sind immerhin 27 Jahre alt), Rost durchaus ein Thema. Federbeindome, A-Säulen, Schwellerendspitzen, Endspitzen der hinteren Seitenwand sowie die Heckschürze sind sehr oft betroffen. Auch die Türunterkanten sowie die Motorhaubenvorderkanten sind häufig betroffen. Dazu rosten konstruktionsbedingt die Tanks an der Oberseite gerne durch. 

Oft defekt ist die Platine der Gebläseregelung, die mittlerweile nicht mehr ohne weiteres beschaffbar ist. Auch der Wärmetauscher sollte überprüft werden. Er rostet gerne durch, der Austausch ist recht aufwendig. Die innenverstellbaren Außenspiegel der Fahrzeuge bis Modelljahr 1981 neigen dazu, sich bei höheren Geschwindigkeiten von selbst zu verstellen. Mit diesem Manko muß man leben...

Auch die Wasserpumpen waren bei der CIH-Motorengeneration teilweise nicht besonders langlebig. Nach 30.000 bis 40.000 km kommt es oft zu Geräuschen und zum Wassereraustritt, die auf den bald erforderlichen Austausch hinweisen. Heute sind die im Handel erhältlichen Wasserpumpen regelmäßig mit einem Kunststoff-Turbinenrad versehen, die leider noch weniger langlebig als die seitherigen Wasserpumpen sind.

Ölverlust im Bereich der Ventildeckeldichtung, der Ölwanne und der Ölpumpe ist praktisch immer vorhanden und mit Ausnahme der Ventildeckeldichtung leider kaum dauerhaft abzustellen.

Den Vorzug sollten bei einer Kaufentscheidung die Motoren 2.0S und 2.0E haben. Insbesondere der Einspritzer geht mit dem Sprit verhältnismäßig sparsam bei gleichzeitig ordentlichen Fahrleistungen um. In der Leistungsfähigkeit steht der 2.0S dem 2.0E nur wenig nach, braucht aber im Schnitt etwa 1 Liter Sprit pro 100 km mehr als der Einspritzer. Bei durchschnittlicher Fahrweise sind Verbrauchswerte von deutlich unter 10 Liter/100 km nur beim Motor 20E erwartbar.

Zu sagen ist allerdings, daß Ersatzteile für die L-Jetronic mittlerweile neu kaum mehr aufzutreiben sind. Allerdings gilt diese Bosch-Einspritzanlage nicht als sonderlich anfällig und verkraftet auch längere Standzeiten klaglos.

Die Normalbenzinmotoren brauchen deutlich mehr Benzin - zwischen 11,5 und 12,5 Liter/100 km - und bieten für heutige Maßstäbe eher betuliche Fahrleistungen. Die Dieselmotoren dürfen aufgrund ihrer Fahrleistungen als "Wanderdünen" bezeichnet werden und verbrauchen relativ viel. Mit etwa 10 Liter Diesel auf 100 km ist zu rechnen.

Nachteilig ist, daß Ersatzteile für die Vergaser heute nur noch sehr schwierig aufzutreiben sind. Es ist ratsam, sich bei passender Gelegenheit nach einem gut gebrauchten Vergaser umzusehen, da ausgeschlagene Vergaser neben schlechtem Leerlauf und schlechter Gasannahme einen abnormen Kraftstoffverbrauch verursachen.

Positiv zu den Motoren ist zu sagen, daß alle Motoren bei einigermaßen ordentlicher Wartung und nicht zu brutaler Fahrweise nahezu für die Ewigkeit gebaut sind. Laufleistungen jenseits von 300.000 km ohne aufwendige Motor-Reparaturen sind der Regelfall, nicht die Ausnahme.

Nachteilig ist, daß der Rekord E1bis 1981 nur mit einem manuellen Viergang-Getriebe oder dem THC 180-Dreigang-Automatikgetriebe ohne Wandlerüberbrückung lieferbar war, was die Verbrauchswerte und das Geräuschniveau bei höheren Drehzahlen negativ beeinflußt. Ab Modelljahr 1981 war ein Viergang-Overdrive-Schaltgetriebe auf Wunsch für die 2,0-Liter-Benzinmotoren verfügbar. Dieses Getriebe wurde seinerzeit nur selten geordert und ist heute kaum mehr aufzutreiben, was auch für viele spezifische Ersatzteile gilt. Grundsätzlich sind alle Getriebe (auch das Automatikgetriebe) sehr haltbar, einigermaßen ziviler Umgang und insbesondere die Durchführung der beim AT-Getriebe erforderlichen Ölwechsel mit dem Fahrzeug in der Vergangenheit vorausgesetzt. Einziger Schwachpunkt des AT-Getriebes ist der Modulator, der aber heute noch erhältlich ist und für dessen Austausch das Getriebe nicht ausgebaut werden muß.

Gute Rekord-Exemplare kann man durchaus noch bekommen. Die realistisch erzielbaren Preise für ein Fahrzeug, das ohne größere optische oder technische Mängel eine neue Hauptuntersuchung bestehen kann, liegen zwischen € 1.200,-- und € 2.000,--, je nach Zustand und Ausstattung. Sehr gut ausgestattete Fahrzeuge, insbesondere Caravans, können aber inzwischen auch locker das Doppelte kosten und sind dies bei geringer Laufleistung durchaus wert. Insbesondere die inzwischen seltene Servolenkung ist sehr gefragt. Ebenfalls sehr gefragt und teuer sind gut erhaltene und unverbastelte SR/E-Modelle, die in wirklich gutem und originalem Zustand kaum unter € 3.500,-- zu bekommen sind.

Die Ersatzteilsituation ist durch die vielen Gleichteile bei Ascona/Manta B, Commodore C, Senator A und Monza A noch als relativ gut zu bezeichnen. Schwierig wird es aber bei Teilen für die Innenausstattung und bei Zierteilen.

Da in diesem Jahr auch die Fahrzeuge des Jahres 1980 das "magische" Alter von 30 Jahren erreichen und damit auch das H-Kennzeichen in greifbare Nähe rückt, ist die nicht vorhandene Abgasreinigung kein Problem mehr.